Hiroshima – der erste Schnee

Der Nachtbus von Tokio nach Hiroshima fuhr pünktlich los, wie das in Japan ja zu erwarten war :). Wir fuhren mit Willer Express, bei welchen wir einen Dreitagespass lösten und so an drei Tagen unserer Wahl eine Fahrt überall hin in Japan antreten können. Im Vergleich zu den Schnellzügen war diese Option einfach massiv günstiger und zudem sparten wir uns auch noch eine Übernachtung. Der Bus war ziemlich komfortabel. Selten hatten wir soviel Platz für unsere Beine, bequeme Kopfkissen und Decken falls einem kalt war. Über diesen Komfort waren wir umso mehr froh je länger die Reise dauerte und die Reise sollte sehr lange dauern :). Bereits bei einem frühen Halt nach etwa 4h schneite es heftig. Der Schneefall lies die ganze Nacht kaum nach, was natürlich zu massiven Verkehrsproblemen führte. Unsere Fahrt dauerte schlussendlich anstatt 12h volle 18h. Es kann halt nicht immer alles perfekt laufen, auch in Japan nicht :). Wir nahmen es gelassen und waren froh heil angekommen zu sein. Wie wir später erfuhren, waren es die heftigsten Schneefälle die Japan seit Jahrzenten erlebte. Der Bahnverkehr war teilweise lahmgelegt, Flughäfen stellten den Betrieb ein, Dutzende Autounfälle und leider insgesamt 11 Tote und über 1000 Verletzte.

Hiroshima zeigte sich am anderen Tag dann aber bereits wieder sehr freundlich. Die Sonne schien den ganzen Tag und die Temperaturen waren auch etwas gestiegen. Dies war ein perfekter Tag um das Zentrum zu Fuss zu erkunden und im Peace Memorial Park einige Stunden zu verbringen. Der Park ist sehr gepflegt und gut besucht, wobei sich die Leute aber gut verteilen.
Zudem besuchten wir das Museum zum Gedenken an die Opfer des Atombombenangriffs 1945. Der Rundgang war gut aufgebaut und total informativ. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
Uns hat Hiroshima sehr gut gefallen. Es war ganz anders als in Tokio, da die Stadt von kleinen Bergen umgeben und von mehreren Flussarmen durchzogen ist. Hier fühlten wir uns schon etwas näher an der Natur.

Auch hier verbrachten wir die zwei Nächte in einer Airbnb Unterkunft. Dieses Mal hatten wir aber eine Wohnung ganz für uns allein :). Sie war mehr im japanischen Stil. Es gab ein Zimmer mit Tatamimatten ausgelegt, wo wir assen und schliefen. Das Schlafen am Boden auf den Tatamimatten war erstaunlicherweise sehr bequem und wir hatten einen sehr erholsam Schlaf. Dann war da noch eine ganz kleine Küche und ein noch kleineres Bad. Für die zwei Nächte reichte es aber völlig aus.

Unser nächster Halt ist Kyoto. Es liegt etwa auf halber Strecke nach Tokio. Wir freuen uns schon auf etwas mehr ursprüngliches Japan und hoffentlich bekommen wir auch eine Geisha zu Gesicht :).

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Tokio – einfach wooow!

Unser Flug von Phuket via Kuala Lumpur nach Tokio verlief sehr angenehm. Auch die Einreise nach Japan war kein Problem und wir sind vom Haneda Flughafen in nur 30min zu unserer Airbnb Unterkunft gelangt :). Es war schon fast ungewohnt, dass Züge so pünktlich abfuhren und ohne Verspätung ankamen. Einfach super!

Tokio war uns auf Anhieb sehr sympathisch. Die Millionenmetropole besitzt, obwohl sie riesig ist, einen gewissen Charme, dem wir nicht wiederstehen konnten. Wir fühlten uns auch zu jeder Tages- und Nachtzeit sehr sicher und gut aufgehoben. Es war auch überall sehr sauber und geordnet und die Menschen verhielten sich alle so leise und gesittet :). Dies war sehr ungewohnt für uns, doch total angenehm.
Mit den tiefen Temparaturen (ca. 5 Grad) haben wir zwar noch etwas zu kämpfen, doch wir hoffen unsere Körper können sich schnell daran gewöhnen :).

Trotz des ungewohnten Wetters erkundeten wir die Stadt :). Wir haben die Stadtteile Shibuya, Shinjuku, Asakusa, Ebisu und Minato bis jetzt durchforstet und viele kuriose und lustige Menschen und Dinge gesehen. Auch das Essen haben wir natürlich ausprobiert. Bei uns stehen Sushi aller Art und Ramen, eine Art Nudelsuppe, hoch im Kurs :).
Wir bewegten uns in der Stadt eigentlich nur mit der JapanRail Linie Yamanote. Diese Linie fährt in einem grosszügen Kreis durch die Stadt und hat eigentlich bei allen grösseren Subzentren eine Haltestelle. Auch ist es nicht wirklich teuer damit zu fahren. Eine Fahrt hat bei uns im Durchschnitt nicht einmal 200¥ (1.80 CHF) gekostet.

Ein Highlight war die Sicht vom Tokyo Skytree Tower aus. Der rund 600m hohe Turm verschaffte uns eine geniale Aussicht über die Stadt und auch eine gute Übersicht der vielen verschiedenen Stadtteile.
An unserem ersten Abend in einem Ramen Restaurant wurden wir dann auch noch prompt von einem japanischen Fernsehteam interviewt wie wir die Ramennudeln und Tokio so finden :).

Die Wohnung, welche wir über das Portal Airbnb gefunden haben, war super schön und geräumig für japanische Verhältnisse. Auch unsere beiden Mitbewohner waren sehr nett und eigentlich fast nie zu Hause :). So fühlten wir uns schon fast wie Einheimische und das beste war wieder einmal selber das Frühstück zuzubereiten :). Die Wohnung lag im Bay Crest Tower im 9. Stock im Minato Quartier, eine gute Lage. Wir waren von der Shinagawa Station, die uns fast überall in der Stadt hinbrachte, nur 15min zu Fuss entfernt. Wir verbrachten insgesamt 4 Nächte hier, werden aber am Ende unserer Japanrundreise nochmal ein paar Tage in Tokio verbringen :). Da freuen wir uns jetzt schon drauf.

Nun geht es weiter in den Süden nach Hiroshima. Wir werden den Nachtbus nehmen, der uns hoffentlich in gut 12h dorthin bringen wird.

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